Tierkommunikation – mein Weg

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Samu und ich, Sommer 2017 Foto: Anna Panke

Ich wage mich nun mit diesem Beitrag sehr weit aus meiner Komfortzone heraus, denn von einigen Seiten kommt bei dem Thema immer wieder starker Widerstand auf – und doch wäre ja auch ich nie darauf gekommen, wenn ich nicht durch das Internet davon erfahren hätte und ich finde es gehört einfach mehr in die Welt getragen. 😊 Ich selbst habe übrigens ebenfalls lange gezweifelt, das kann ich also bestens verstehen! 😉 Nimm einfach das für dich mit, was sich leicht und gut anfühlt und lass alles beiseite, was sich schwer anfühlt.

Neugier & Spiel

Wenn dich der Titel neugierig gemacht hat, versuch einfach mal deinem Verstand zu sagen, dass man nicht alles erklären können muss und sieh das Ganze als kleines Spiel an. Im Spiel ist alles möglich, da bremst unser Verstand nicht aus. Was wäre, wenn du nun diesen Beitrag wie eine Geschichte liest und dich, wenn du Lust hast, anschließend ganz spielerisch an die Telepathie herantastet?
Ein Spiel, welches Abwechslung bringen kann, bereichern kann…

Telepathie

Vielleicht hast du schonmal davon gehört, vielleicht noch nicht – es ist möglich auf telepathischer Ebene zu kommunizieren. Tierkommunikation steht für die telepathische Kummunikation mit Tieren. Telepathie ist dabei gar nicht so esoterisch oder spooky, auch wenn das erstmal so scheint…
Theoretisch können wir dies alle, nur haben wir in der Regel verlernt unsere lauten Gedanken auszuschalten, unsere Schutzbarrieren zu senken und uns für diese leise Form der Kommunikation zu öffnen.
Oder es passiert, dass wir als Kinder, wo uns die Telepathie noch viel leichter fällt, von den Erwachsenen zurechtgewiesen werden, gesagt bekommen, dass es ja nicht stimmen könne, was wir grade erleben.
Manchmal erleben wir auch bereits Telepathie zB in ganz unauffälligen Situationen. Wenn wir z.B. jemanden anrufen wollen und derjenige denkt offensichtlich gleichzeitig daran und ruft uns an. Oder wenn Mütter ohne es erklären zu können genau wissen, was ihr Baby grade braucht. Oder wenn wir den exakt gleichen Gedanken im gleichen Moment haben, wie unser Gegenüber – was natürlich vor allem dann auffällt, wenn es ungewöhnliche Gedanken sind. Oder wir denken etwas und das Tier reagiert darauf, als könnte es Gedanken lesen. Oder wir wissen plötzlich mit absoluter Sicherheit, warum das Tier gerade so handelt/was es grade braucht – wo wir vorher mit dem Verstand keine Antwort entdecken konnten.

Bewusst solch eine Verbindung aufnehmen zu können, ermöglicht uns zB Tiere viel besser zu verstehen, uns besser einzufühlen und sanfter mit ihnen umgehen zu können. Wir können uns und unser Verhalten besser erklären, das Tier fragen was es sich wünscht, wir können erklären, warum wir uns ein bestimmtes Verhalten vom Tier wünschen oder warum gewisse Dinge notwendig sind. Es wird uns möglich auf einer ganz anderen Ebene miteinander in Verbindung zu sein und zu kommunizieren.

Jeder Mensch hat seinen eigenen „Zugang“

Jeder kann es (wieder lernen). Manche sehen Bilder vor dem inneren Auge, manche hören etwas, manche fühlen etwas, manche wissen urplötzlich etwas glasklar (was vorher gar nicht greifbar war)… Anfangs sind es womöglich nur Sekundenbruchteile, wo man etwas empfängt (und wo man sich dann auch noch unsicher ist, ob es nicht doch vom eigenen Kopf kommt). Doch man kann es trainieren und es wird immer leichter.


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Samu und ich, Frühling 2015

Mein Weg

Und da ich weiß, wie schnell man an solch „generellen“ Zeilen zweifelt und wie sehr es hilft, von echten Erfahrungen zu hören, teile ich gern meine Erfahrungen mit euch. Auch ich hab lange gebraucht, um mich völlig für diese Form der Verbindung zu öffnen…

Schon als kleines Kind hab ich eine wahnsinnig enge Verbindung zu Tieren gehabt, sie bedeuteten mir die Welt. Damals hab ich alle Tiere geliebt und ihnen Zeit geschenkt. Auch Spinnen, Kellerasseln und Käfer wurden von mir besucht, hatten Namen und kriegten Futter.

Visionen & Zurechtweisung

Ich hatte als kleines Kind klare Visionen von einem Leben mit Tieren. Ich tauchte richtig in diese Visionen ein, sodass ich so echt und lebendig davon erzählt habe, dass die Kindergärtnerin all dies für wahr hielt. (Das ist im Grunde ja nichts besonderes – nur dass diese Vision heute genau so wieder präsent ist, nachdem ich sie viele Jahre völlig vergessen habe.) Dass ich Unwahrheiten erzählen würde und es nicht okay sei andere zu belügen, so ähnlich lautete damals die Zurechtweisung der Kindergärtnerin, als sie durch Zufall herausfand, dass ich gar nicht wirklich mit all diesen Tieren auf einem Hof lebte … und ich bin mir sicher, dass das damals ganz viel mit mir gemacht hat. Denn ich wollte ja nie jemanden belügen, für mich war es einfach selbstverständlich von den Bildern in meinem Kopf zu erzählen und welches Kind will nicht von allen geliebt werden? Also ließ ich meine Vision platzen und ließ, so glaube ich heute, einiges gar nicht mehr zu.
Irgendwann in dieser Zeit lernte ich auch, dass man leider nicht mit Tieren reden könne, sie einen nicht verstehen und ich einfach eine (zu) große Fantasie habe. Bis Tippi, der großartige Film (gibt es leider nur noch hier zu sehen, lohnt sich sehr genau wie das Buch), herauskam und ich lernte, dass eben ganz wenige diese Gabe geschenkt bekommen mit Tieren reden zu können, die meisten aber nicht.

Verbiegen & Verändern

Ich wurde älter und drängte das Thema ganz zur Seite, liebte Tiere zwar immer, aber war gleichzeitig absolut überzeugt, dass es sowas wie Tierkommunikation eben nur für Ausnahmetalente gebe. Auch verlor ich während einiger Jahre den Kontakt zu mir selbst sehr stark und wollte unbedingt zu den „Coolen“ gehören, da hatten die Tiere und alles, was damit zusammenhing nur leider deutlich weniger Platz. Ich verbog mich rückblickend lange Jahre ziemlich stark, aus Angst nicht dazuzugehören.
Nach und nach bekam ich wieder einen Fuß in meine Tür. Als ich dann im Herbst 2013 langsam begann, mich mit mir selbst, meiner Persönlichkeit zu befassen, entdeckte ich was alles möglich ist und was ich als normal empfunden hatte, was nicht normal sein muss. Ich wollte mich verändern und öffnete mich für viele neue Gedanken…
Ein Artikel zum Thema Tierkommunikation landete daraufhin durch „Zufall“ vor meinen Augen. Ab da ließ es mich nicht mehr los.
Mein Kopf rebellierte anfangs immer wieder, denn wie bitteschön sollte das möglich sein!? Das war doch zu schön, um wahr zu sein?!
Und vor allem: noch verrückter wird es ja, wenn man dann hört, es funktioniere sogar nur über ein Foto oder gar nur eine Beschreibung vom Tier – wie sollte DAS denn gehen!!!???

Etwas wagen oder es ruhen lassen

Ich recherchierte, schaute Videos, tauschte mich aus und trat nur mal zum mitlesen Facebookgruppen zu dem Thema bei. Dort las ich von noch mehr Erfolgserlebnissen. Es wurden dort irgendwann Tiere zum üben gesucht. Ich überlegte hin und her und gab mal mutig unseren Samu weiter … und als ich dann ein paar Tage später gespannt den Antwortbogen las, kamen dort Dinge drin vor, die diese junge Frau nicht wissen konnte. Und das, wo sie ja grade noch am Anfang stand. Meine Zweifel schrumpften langsam.
Ein zweiter „Test“ mit einer anderen Tierkommunikatorin klappte ebenso (vor allem rückblickend), auch wenn es damals dennoch nicht ganz rund lief. Ich wollte manches noch nicht hören, was Samu mitteilte und die Frau handhabte leider den Kundenkontakt in meinen Augen sehr unprofessionell… Samu sagte ihr zB, er wolle kein Versuchskaninchen mehr sein – weder für die Fotografie noch für die Tierkommunikation und sie sei ja nun schon die zweite Frau, die ich ihm mit dem Hintergedanken schickte, um mal zu testen, ob es funktioniert. Ich solle mich entscheiden – entweder wirklich etwas wagen und mich reinstürzen oder es lassen. Wahnsinn oder? So krass! Die Frau wusste ja gar nicht, dass ich vorab bereits jemanden mit ihm kommunizieren ließ! Dennoch schreckte mich ab, wie hart die geschriebenen Worte klangen (heute weiß ich, wie liebevoll sie von Samu gemeint waren, was damals leider völlig unterging und die Frau auch nicht so „auffing“). Ich verbannte erneut die Tierkommunikation aus meinem Leben, die Zweifel waren wieder zu präsent.

Endlich „all in“

Tierkommunikation Tierfotografie Hund

Samu und ich, Herbst 2016

Bis eine Freundin erzählte, dass sie fest überzeugt sei von der Tierkommunikation, ihre Mutter öfter mit ihren Tieren kommuniziere und dies immer wieder helfe. Ihr vertraute ich und so öffnete ich mich dann also doch endgültig. Der bisher zögerliche Weg, bekam endlich etwas Schwung.
Ich las ein Buch zu dem Thema und traute mich auch an die Übungen aus dem Buch ran … und war mehr als verblüfft, wie meine Ergebnisse sich mit den Lösungen hinten im Buch deckelten! Was hab ich damals für Augen gemacht, als ich während der Verbindung zu einer Hündin spürte, wie mein Hals eng wurde und später las, dass sie keine Halsbänder mögen würde, sie würden ihr gefühlt die Luft abschnüren.
Ich traute mich vorsichtig an erste überprüfbare Kommunikationen mit fremden Tieren, die erstaunlich gut verliefen. Ich wusste um Verhaltensstörungen, konnte Charakter, Haltung und Eigenheiten oft sehr treffend beschreiben. Ein leiser Zweifel blieb jedoch noch, ob das nicht doch alles Zufall sei. Inzwischen war schon das Jahr 2015 im Gange..

Als die Mutter der Freundin einen TK-Basiskurs mit organisierte, war ich sofort dabei. Gefühlt ging ich erst mit diesem Schritt „all in“. Dieses Wochenende wird mir wohl auf ewig in Erinnerung bleiben, denn hier wichen dann alle restlichen Zweifel.
Manche wussten z.B., dass unsere Katze Zora einmal Junge hatte und ein paar wussten, dass sie nun sterilisiert ist. Mir wurde von einer Teilnehmerin exakt beschrieben, wie der verwachsene Apfelbaum aussieht auf dem sie damals gern schlief. Und dass sie gern auf der harten Holztreppe schläft. Alles ja nicht so ganz gewöhnlich… Einfach mal für euch als kurze Beispiele, was dort nur via Foto von unserer Zora wahrgenommen werden konnte.

Unerwartete Antworten

Ich übte also weiter vor allem mit fremden Tieren, mit meinen eigenen Tieren fiel es mir noch sehr schwer gezielt zu kommunizieren. Denn je mehr man über ein Tier schon weiß, desto schwieriger ist es unvoreingenommen zu sein, eigene Ansichten auszublenden und zu vertrauen, dass Infos wirklich vom Tier kommen und nicht doch vom eigenen Kopf. Mit meinen Tieren hatte ich dennoch ein paar wunderschöne Momente, wo ich klar wusste, dass dies wirklich vom Tier kommt und nicht „ausgedacht“ von mir. Das waren anfangs meist ungeplante Kommunikationen.
So sagte ich Samu mal nebenbei beim Spaziergang kurz nach dem Basiskurs „Ich hab dich lieb!“ und es kam trocken zurück „Ich weiß!“. Nicht sooo die Antwort, die wir Menschen erwarten. 😉 Er spürte die Irritation und sagte:
„Ihr Menschen müsst das ständig wiederholen und vom Anderen hören. Ihr seid so schnell verunsichert, ob euch jemand wirklich liebt. Dabei ist es so einfach: Wenn man einmal WIRKLICH jemanden liebt, dann bleibt die Liebe für immer, völlig egal was passiert!“
So weise und so anders als ich selbst es je gedacht habe, drückte er die bedingungslose Liebe wunderschön aus. ❤
Definitiv konnte ich auch öfter mit meinen Tieren noch sanfter umgehen, weil die Verbindung präsenter/stärker wurde durch die TK. Durch die positive Verstärkung und die Tierkommunikation veränderte sich gefühlt nochmal die gesamte Beziehung zu meinen Tieren zu einer bis dahin nicht gekannten Tiefe & Verbundenheit.

Cathleen, meine Lehrerin

Cathleen & ich, nach einer Reitstunde beim ersten Liegen

Cathleen & ich, nach einer Reitstunde beim ersten Liegen

Cathleen, meine damalige Reitbeteiligung schenkte mir weitere Beweis, wie wir immer mit unseren Tieren verbunden sind:

Ich putzte sie eines Abends in der Sonne, allein am Stall, versunken in Gedanken. Der Alltagsgedankenreis ließ immer mehr nach und irgendwann kam ich innerlich endlich zur Ruhe und sie sagte plötzlich „na endlich!“. Ich war irritiert und sie erklärte, dass wir Menschen immer (!) mit unseren Tieren verbunden sind, nur diese Verbindung oft nicht wahrnehmen können. Darüber können wir dann natürlich genauso wenig wahrnehmen, was sie uns mitteilen wollen, weil wir so sehr im Kopf sind, so wenig präsent im Jetzt sind, die Mauer zwischen uns so groß ist.

Und wie um zu bestätigen, dass wir gerade wirklich kommunizieren, wusste ich plötzlich, dass sie sich an diesem Abend in der Freiarbeit hinlegen würde. Das tat sie sonst zu dem Zeitpunkt damals nur nach dem Reiten, wenn sie verschwitzt war, sich gewälzt hatte und ich ihr schnell genug Möhrchen gab. Ich vergaß ihre Botschaft jedoch schnell wieder, habe nicht weiter über diesen Geistesblitz nachgedacht. Wir hatten einen wunderschönen Abend frei auf dem Reitplatz, der mir auf ewig in Erinnerung bleiben wird: so unbeschwert, verbunden und frei fühlte sich alles an. Zum Ende hin wandte sie sich von mir ab und legte sich plötzlich mitten aus der Bewegung heraus hin!!! Ich glaube jeder Pferdemensch kann nachfühlen, wie es mir da ging… Mir standen Tränen vor Glück in den Augen, als ich mich für einen Moment zu ihr hocken konnte und ich konnte kaum fassen, was da grade passiert war!
Ein anderes Mal, da waren wir schon weiter im Training mit dem Liegen, versuchte ich ein erstes Mal das Ablegen auf Signal. Ich wusste zwar in dem Moment, dass sie verstanden hatte, sie versuchte es auch und doch war es ihr zu laut. Äußerlich zu laut und in mir drin war es ihr ebenso noch zu laut. Ich hockte mich vor sie, kraulte sie und wir machten eine Pause. Irgendwann wurde es leiser und ruhiger, ich spürte, wie eine bis dahin gar nicht bemerkte Anspannung von mir abfiel. Und exakt in dem Moment lief sie in einem winzigen Kreis um mich herum und legte sich eine Armlänge entfernt direkt neben mich. Wieder einmal war ich sprachlos!
Das waren wohl zwei der magischsten Momente mit diesem Pony, die für mich eine großartige Lehrerin war.

Von Anfang an angekommen

Tierkommunikation Tierfotografie

Tano und ich, Frühjahr 2017, Foto: Anna Panke

Als Tanos Kennenlerntreffen anstand, tauchte er plötzlich innerlich während einer Meditationsübung schon auf, stubste mich und sagte fröhlich „ich hab dich lieb“. Als wir uns dann wirklich kennenlernten, war ziemlich schnell klar, dass er es ist, der zu mir gehört.
Kurz darauf stand der Einzug von Tano vor der Tür und ich nahm bewusst vorab mit ihm Kontakt auf, erklärte ihm alles, zeigte ihm schonmal innerlich sein neues Zuhause. Tja und dann sobald wir das Auto vorm Haus parkten, stieg er wie selbstverständlich aus und lief ziemlich entspannt mit selbstbewusst aufgerichteter Rute in Richtung unseres Hauseingangs, mir immer leicht voraus (der Hauseingang liegt auf der Rückseite des Hauses, also eher ungewöhnlich)! Kaum in der Wohnung, war er angekommen, jammerte kein einziges mal, schlief nach 1,5h und war drinnen sofort erstaunlich entspannt! Auch draußen war er vom ersten Tag an so sehr mit mir im Einklang, dass mir andere Hundebesitzer, die wir trafen nicht glauben wollten, dass er noch nicht mal 24h da sei. Und diese Verbindung hält! Klar, jetzt wo er sich noch sicherer fühlt und älter wird, nabelt er sich manchmal mehr ab, Hormone wirbeln ihn manchmal etwas durcheinander etc. Aber ich bin mir 100% sicher, dass es ihm sehr half vorab schonmal mich und das Leben hier mehr „kennenzulernen“.

Mehr Leichtigkeit

Nun lerne ich seit Dezember 2016 vermehrt auch Energiearbeit kennen und vieles wird noch selbstverständlicher… Ich erkläre Zora, Tano oder Samu Situationen, bitte verbal um etwas (mit Erklärung warum) und die Tiere handeln öfter dann auch entsprechend. Ich weiß immer wieder selbstverständlich, was grade mir mitzuteilen versucht wird. Ich habe Tano vieles nur oder zumindest stark unterstützend mit inneren Bildern beigebracht – zB das Sitzen in Fuß-Position oder überhaupt Fuß laufen oder auch Sitz auf Entfernung… ich kann mich kaum dran erinnern welche „Technik“ ich verwendet habe, er konnte es einfach irgendwann. So schön, wie es immer leichter wird. Immer in Verbindung mit meiner geliebten positiven Verstärkung, die öffnet generell auch viele Türen.
Letztens bin ich bewusst unser Thema „an lockerer Leine laufen, ohne Ziehen“ mal anders angegangen. Bei dem Thema kommen wir nun schon lange nur in Minischritten voran. Ich hab die Augen halb geschlossen und stellte mir vor, wie Tano an lockerer Leine neben mir läuft. Was soll ich sagen… Nach wenigen Augenblicken, wo ich dieses Bild konzentriert aufrecht erhielt und ihm schickte, lief er an lockerer Leine neben mir. Ich freut mich riesig, das spornte ihn wiederum an. Ich veränderte mein inneres Bild dahin, dass er leicht vor mir an lockerer Leine läuft und siehe da, er setzte es kurz darauf um. So sind wir mit dem inneren Bild + viel Freude und ein paar Käsestückchen sehr weit an wirklich durchhängender Leine gekommen. Am interessantesten war für mich das 100% andere Gefühl, als wenn ich „nur“ die Trainingsbrille anhabe, ohne mich so bewusst währenddessen mit ihm mental auf das Ziel auszurichten. Ich fühlte mich nach kurzer Zeit so tief verbunden mit Tano, wie glaub ich noch nie in all den bisherigen Lernprozessen.

 

Auch bei Shootings nutze ich diesen Weg eine Verbindung zum Tier einzugehen natürlich (bisher meist unbeabsichtigt) – sobald ich auf einem gewissen „Kopf-frei“-Level bin. Das ist je nach Shooting nicht immer möglich, aber eben immer wieder. Und wie oft erlebe ich es, dass dann während Shootings die Tiere aufblühen, genau umsetzen was wir Menschen uns wünschen oder richtig toll mitmachen – obwohl die Besitzer oft das Gegenteil erleben, wenn sie oder jemand anders ihr Tier fotografiert.

 

Ich mag nicht mehr ohne diese Erfahrungen leben, die manchmal so besonders und manchmal so selbstverständlich sind!

Tano & ich, Winter 2017

Tano und ich, Winter 2017

Zurück zu Intuition und Innenwelt

Wir Menschen sind eigentlich alle so viel feinfühliger und spüren so viel mehr, als unser Verstand wahrnehmen/erklären/verstehen kann.
Die Entwicklung weg von den eigentlich angeborenen Fähigkeiten ist völlig normal in unserer Gesellschaft, wo der Verstand und die Außenwelt dominiert und die Intuition und die Innenwelt meist untergehen… Sensibilität, Emotionalität – das wird heute oft als Schwäche ausgelegt, wobei ich darin inzwischen eine riesen Stärke sehe. Denn all das, Sensibilität, Emotionalität, Intuition … all das benötigt unsere Gesellschaft mehr denn je!

 

Wir können diese Wege alle wieder entdecken an uns
– wenn wir uns denn wieder dafür öffnen und eben die oftmals bereits in der Kindheit verschlossenen „Kanäle“ wieder öffnen.
Da hilft neben einem Tierkommunikations-Basiskurs auch die Persönlichkeitsentwicklung generell. Denn ich glaube, nur wer bereit ist sich auf sich selbst einzulassen und zu entfalten, kann auch die Tiere in voller Gänze wahrnehmen. Das ist genau wie in Beziehungen zu Menschen: Erst wer sich selbst bedingungslos lieben kann, kann auch andere bedingungslos lieben. Wahrscheinlich ist all dies eine ewige, wunderbare Reise. Meditation, Übungen um die Wahrnehmung zu schulen, Yoga, Energiearbeit helfen ebenfalls auf diesem Weg und sicherlich noch vieles, das ich nicht kenne…

 

Wer mit dem Verstand nun immernoch hadert – ich kann es zu 100% verstehen. Auch mir kam es, wie gesagt, zu schön vor um wahr zu sein. Doch, jeder den das Thema nicht mehr loslässt, geht seinen eigenen Weg mit der Tierkommunikation in seinem ganz eigenem Tempo.
Es ist einfach ein Weg zurück zu ursprünglichen Fähigkeiten, den keiner gehen muss, aber alle gehen können, wenn sie wollen.

 

Dieser Artikel floss plötzlich so aus mir raus und ich hab das Gefühl, dass das grade wichtig war.  Mich würde nun riesig interessieren, wie ihr dazu steht? Glaubt ihr daran? Habt ihr bereits Erlebnisse mit der TK? Wollt ihr sie nun lernen? Oder ist das für euch zu verrückt und zu ungreifbar? Ich freu mich auf eure Fragen und Gedanken dazu in den Kommentaren oder auch per Email. 🙂

6 Kommentare

  1. by Thea am 26. Juni 2017  9:32 Antworten

    Hanna, wunder- wunderschön!! Danke!

    • by Johanna Passon am 14. September 2017  17:56 Antworten

      Hihi, man sollte wohl mal in die Kommentare schauen... :D Danke, Mama! <3

  2. by Franz W. am 9. Juli 2017  19:57 Antworten

    Liebe Johanna,

    vielen Dank für diesen Beitrag! Du gibst sehr interessante Einblicke in das Verhältnis zwischen dir und deinen Tieren.

    Ich denke, dass dein Umgang mit deinen Begleitern auch der Grund ist, warum du ständig so bezaubernde Bilder hinbekommst.

    Wenn man nicht einfühlsam auf das Tier in seiner Nähe reagieren würde, dann wären solche Aufnahmen in meinen Augen schlichtweg nicht möglich.

    Vor allem was den artgerechten Umgang mit Tieren und den Tierschutz generell anbetrifft, so hat die Menschheit noch einiges zu lernen.

    Ich finde es sehr schön, dass du mit einem sehr guten Beispiel vorangehst. Top!

    Ich freue mich immer auf neue Beiträge von dir. Mach auf jeden Fall weiter so :)

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend,
    Franz Wenzel

    • by Johanna Passon am 14. September 2017  17:59 Antworten

      Hi Franz, entschuldige, die Kommentare gingen völlig unter... Ich danke dir für deine Zeilen, das ermutigt und motiviert sehr! Und ich find es ja großartig, wenn die Männerquote hier steigt durch so wertvolle Zeilen... :-) Liebe Grüße zurück! Johanna

  3. by Maja Siebel am 5. August 2017  22:30 Antworten

    Wow... man wird doch immer wieder mit den richtigen Menschen zusammen geführt...
    Nach der Toskana, spätestens im Spätherbst werde ich mich wohl mal bei Dir melden, weil das gerade voll mein Thema ist (eigentlich schon immer) ... Danke meine Liebe... Maja (von der Mutmach-Assistenz ;) )

    • by Johanna Passon am 14. September 2017  18:00 Antworten

      Hihi, ja das empfinde ich oft genauso... Irgendwie ist doch nichts ein Zufall in dieser Welt... :-) Ich freu mich sehr auf deine Nachricht!! Liebe Grüße aus Köln!

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